Adventstürchen vom 16. Dezember: Das Friedenslicht

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Das Friedenslicht aus Bethlehem wird zum Lichtermeer – auch bei uns wieder in diesem Jahr 2020. Die Aktion „Friedenslicht von Bethlehem“ gibt es seit 1986. Sie wurde damals vom österreichischen Rundfunk ORF ins Leben gerufen. Jedes Jahr entzündet seitdem ein Kind das Friedenslicht an einer Flamme in der Geburtsgrotte in Bethlehem. Seit nun schon 27 Jahren verteilen die vier Ringverbände der deutschen Pfadfinderbewegung dieses Licht aus Bethlehem nach dem 3. Adventssonntag in Deutschland. Im Rahmen einer Lichtstafette wird so das Friedenslicht an alle Menschen guten Willens weitergegeben.

„Das Friedenslicht überwindet Grenzen“, so heißt denn auch passenderweise das Motto der Aktion in diesem Jahr 2020. Und am heutigen Abend kommt das Licht aus Bethlehem auch zu uns in die Pfarrei St. Margareta. In einem Rorate-Gottesdienst wird es um 18.30 Uhr in der St. Josef-Kirche in Bad Waldliesborn in Empfang genommen. Einige Pfadfinderkinder aus dem Stamm Cappel bringen es auch in diesem Jahr wieder zu uns, worüber wir uns sehr freuen. Bis zum vierten Advent wird es dann auch in allen Kirchen unserer Pfarrei eintreffen. Alle Gläubigen sind eingeladen, dieses Friedenslicht aus Bethlehem nach Hause mitzunehmen. Sie können dazu eine Kerze in der Kirche kaufen oder aber auch ein eigenes Windlicht mitbringen, um das Licht nach Hause zu tragen.

Dass es in diesem Jahr tatsächlich möglich ist, das Friedenslicht von Bethlehem aus in die Welt zu tragen, das gibt Hoffnung und Zuversicht in einer Zeit, in der die ganze Welt unter der Corona-Pandemie leidet. Das Friedenslicht erinnert uns wohltuend daran, dass sich nicht nur das Böse, die Gewalt und der Terror, oder das Tragische, die Krankheiten und die Umweltzerstörung, über die ganze Erde ausbreiten können, sondern dass auch das Gute und das Helle, der Frieden und die Güte, sich wie ein Lauffeuer in der ganzen Welt zu verbreiten vermögen. Und haben wir nicht genau das auch in diesem Jahr erlebt, wo Menschen einander auch in Zeiten der Pandemie beigestanden sind und wo sie einander Trost und Hilfe geschenkt haben?

Das Friedenslicht aus Bethlehem steht also demnächst auch an den Krippen unserer Kirchen und hoffentlich auch an vielen Krippen in unseren Wohnungen. Es kündet uns von der Geburt des Jesuskindes. Jesus nennen wir auch den „Friedensfürsten“; denn er bringt den Frieden allen Menschen seiner Gnade.