Impuls für die Kalenderwoche 24: Endspurt

Wochenimpuls von Pastor Frank Weilke

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Haben Sie auch irgendwie das Gefühl, dass sich derzeit eine Menge Leute im Endspurt befinden?

Da wäre beispielsweise der Bundestrainer Jogi Löw, der in diesen Wochen zum letzten Mal die deutsche Nationalmannschaft zur Europameisterschaft führt, ähm, ich meine natürlich: begleitet.

Fast ebenso lange im Amt wie der Bundestrainer ist die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Auch sie befindet sich im Endspurt ihrer Kanzlerschaft. In wenigen Wochen schon wird ein neuer Bundestag gewählt. Und dann endet eine Ära, das darf man wohl mit Recht behaupten.

Foto: Brüggenthies

Im Endspurt befinden sich in diesen Wochen auch die Schülerinnen und Schüler, die Lehrerinnen und Lehrer. Denn es nahen schon wieder die Zeugniskonferenzen, die Schulabschlussfeiern, die in irgendeiner Form tatsächlich in Präsenz stattfinden können, und schließlich die Sommerferien.

Zum Endspurt haben nun nicht zuletzt hoffentlich auch die Ärztinnen und Ärzte angesetzt, die das Volk gegen das schreckliche Corona-Virus impfen sollen und wollen. Es scheint tatsächlich langsam bergauf zu gehen und der eine oder andere sieht tatsächlich schon so etwas wie ein Licht am Horizont.

Für uns als Christinnen und Christen ist der Endspurt nichts Außergewöhnliches oder Besonderes, für uns ist der Endspurt der „Normalzustand“ dieser Epoche: „Denn ich sage euch, Brüder und Schwestern: Die Zeit ist kurz!“, so lesen wir es beim Apostel Paulus (1 Korintherbrief 7, 29a). Und Paulus meint damit unser ganzes Leben, in dem wir immer schon seit dem Tag unserer Geburt auf der Zielgeraden sind. Ja, er meint sogar die ganze Schöpfung, die sich seit dem Osterereignis der Auferweckung Jesu auf dem Weg zur Vollendung befindet.

Das ist ja übrigens das Beste am Endspurt im Licht des Glaubens: Er macht Sinn, weil man das Ziel vor Augen hat, und solange man hofft, dass man es erreichen kann. Ob als Erster oder als Letzter ist dabei in Wahrheit nicht so wichtig.

Denn jeder, der das Ziel erreicht, hat Grund zum Jubeln. Deshalb lohnt es sich, nicht aufzugeben und schlapp zu machen, sondern die Kräfte noch einmal zu mobilisieren.

Das gilt für die vielen kleinen und großen Ziele im Leben und das gilt erst recht für das letzte Ziel des Glaubens, das wir bei Gott in seinem Reich finden werden.

Impuls von Pastor Frank Weilke

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