TanzDrama: Bewegte Geschichte im Klosterhof Liesborn

Im Klosterhof Liesborn wurde am 22. Februar das „TanzDrama: Bewegte Geschichte“ von Kumiko und Christoph Ogawa-Müller (Enger) aufgeführt. Die Uraufführung hatte am Vortag in der Stiftskirche Enger stattgefunden. Die Inszenierung verband europäische Geschichte mit Elementen japanischer Märchentradition. Im Mittelpunkt stand die historische Figur der Königin Mathilde, Ehefrau von Heinrich I. und Mutter von Otto I. Ihre Lebensgeschichte wurde in Beziehung gesetzt zur japanischen Legende um Prinzessin Kaguya.

Die Aufführung vereinte unterschiedliche Tanzstile, von klassischem Ballett über zeitgenössischen Tanz bis hin zu Breakdance, sowie verschiedene musikalische Ausdrucksformen. Es wirkten unter anderem der Kammerchor an St. Margareta und das Ensemble Musica Noema St. Petersburg unter der Leitung unserer Kantorin Dr. Elena Potthast-Borisovets mit. Das musikalische Spektrum reichte von barocken Chorwerken bis zu zeitgenössischen Kompositionen sowie Klängen für Koto und Schlagwerk.

Besondere Akzente setzte auch die visuelle Gestaltung. Projektionen schufen atmosphärische Szenenbilder und unterstützten die Verbindung der kulturellen Motive. Die inhaltliche Konzeption spannte einen weiten Bogen von historischen Bezügen bis hin zu gegenwärtigen Fragestellungen. In vielen Momenten des 180 Minuten langen Stücks entstand durch das Zusammenspiel von Chor, Tanzensemble und Solisten eine dichte und eindrucksvolle Atmosphäre. Eine weitere Aufführung ist am 5. März 2026 im Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin geplant.

Das „TanzDrama“ ist eine Kooperation der evangelischen Stiftskirche Enger mit der katholischen Pfarrei St. Margareta Wadersloh und wurde im Rahmen des Festivals PhonArt Enger präsentiert. Zugleich eröffnete die Aufführung die Reihe der Geistlichen Abendmusik 2026, die wieder vom Verein zur Förderung der Kirchenmusik an St. Margareta Wadersloh unterstützt wird.